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URGENT ACTION

SORGE UM STUDENTEN

  • Sudan
UA-277/2015
Index:
AFR 54/3097/2015
18. Dezember 2015

EMAD AL SADIG ISMAEL HAMDOUN, 24-jähriger Student

Karte des Sudan: © United NationsKarte des Sudan: © United Nations

Emad Al Sadig Ismael Hamdoun, Student an der Ahlia University in der Stadt Omdurman, wurde am 14. Dezember festgenommen und wird derzeit im Büro des sudanesischen Geheimdienstes (National Intelligence and Security Service - NISS) in Nordkhartum festgehalten. Es besteht Sorge um seine Sicherheit.

URGENT ACTION SORGE UM STUDENTEN Sudan

URGENT ACTION

SORGE UM STUDENTEN

  • Sudan
UA-277/2015
Index:
AFR 54/3097/2015
18. Dezember 2015

EMAD AL SADIG ISMAEL HAMDOUN, 24-jähriger Student

Karte des Sudan: © United NationsKarte des Sudan: © United Nations

Emad Al Sadig Ismael Hamdoun, Student an der Ahlia University in der Stadt Omdurman, wurde am 14. Dezember festgenommen und wird derzeit im Büro des sudanesischen Geheimdienstes (National Intelligence and Security Service – NISS) in Nordkhartum festgehalten. Es besteht Sorge um seine Sicherheit.

Die Familie von Emad Al Sadig Ismael Hamdoun ist der Ansicht, dass der Student festgenommen wurde, weil er am 12. Dezember einen Angehörigen des Geheimdienstes NISS öffentlich beschuldigt hatte, im Jahr 2012 an seiner Folterung in Haft beteiligt gewesen zu sein. Der NISS-Beamte soll laut Angaben eines Familienangehörigen dann damit gedroht haben, den Studenten festzunehmen.

Emad Al Sadig Ismael Hamdoun ist in der oppositionellen Umma-Partei (National Umma Party – NUP) aktiv. Außerdem engagiert er sich in der sudanesischen Jugendbewegung Girifna. Der 24-Jährige, der an der Omdurman Ahlia University studiert, wurde am Abend des 14. Dezember von drei NISS-Angehörigen in Zivilkleidung vor der Zentrale der NUP festgenommen. Er konnte daraufhin seine Familie kontaktieren und ihr mitteilen, dass er ohne Anklage im NISS-Büro in Nordkhartum festgehalten wird.

Emad Al Sadig Ismael Hamdoun war bereits in der Vergangenheit festgenommen worden. Sowohl 2012 als auch 2013 wurde er festgenommen und in Gewahrsam gefoltert. Emad Al Sadig Ismael Hamdoun läuft nun Gefahr, in der Haft erneut gefoltert und anderweitig misshandelt zu werden.

Die Familie des Studenten gab am 15. Dezember eine Stellungnahme ab, in der sie erklärte, um die Sicherheit von Emad Al Sadig Ismael Hamdoun zu fürchten.

SCHREIBEN SIE BITTE

LUFTPOSTBRIEFE ODER E-MAILS MIT FOLGENDEN FORDERUNGEN

  • Ich fordere Sie auf, Emad Al Sadig Ismael Hamdoun entweder einer international als Straftat anerkannten Handlung anzuklagen oder ihn umgehend und bedingungslos freizulassen.
  • Bitte stellen Sie sicher, dass er in Haft weder gefoltert noch in anderer Weise misshandelt wird.
  • Sorgen Sie bitte dafür, dass er unverzüglich Zugang zu jeglicher nötiger medizinischer Versorgung, einem Rechtsbeistand seiner Wahl und seiner Familie erhält.

APPELLE AN

PRÄSIDENT
HE Omar Hassan Ahmad al-Bashir
Office of the President
People’s Palace
PO Box 281
Khartoum, SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: info@presidency.gov.sd

JUSTIZMINISTER
Awad Al Hassan Alnour
Ministry of Justice
PO Box 302
Al Nil Avenue
Khartoum
SUDAN
(Anrede: Your Excellency / Exzellenz)
E-Mail: moj@moj.gov.sd

KOPIEN AN
INNENMINISTER
Ismat Abdul-Rahman Zain Al-Abdin
Ministry of Interior
PO Box 873
Khartoum
SUDAN

BOTSCHAFT DER REPUBLIK SUDAN
S. E. Herrn Badreldin Abdalla Mohamed Ahmed A. Alla
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Fax: 030-890 69 823
E-Mail: info@sudanembassy.de

Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 29. Januar 2016 keine Appelle mehr zu verschicken.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Im Jahr 2015 nahm der Geheimdienst NISS eine Reihe willkürlicher Festnahmen und Inhaftierungen vor, von denen einige offenbar politisch motiviert waren. Manche der Inhaftierten wurden ohne Anklage wieder freigelassen. Von den Betroffenen scheint niemand Zugang zu wirksamen Rechtsbehelfen wie z. B. Entschädigung für rechtswidrige Inhaftierung erhalten zu haben, und von den Sicherheitskräften scheint niemand zur Verantwortung gezogen worden zu sein. Der NISS unterdrückt weiterhin die Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit. In der Woche des 14. Dezember wurde die Geschäftstätigkeit der unabhängigen Zeitung al-Tayar vom NISS auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Außerdem wurden drei verbotene zivilgesellschaftliche Organisation daran gehindert, in Khartum eine Pressekonferenz abzuhalten, und das sudanesische Büro der internationalen Organisation TearFund wurde geschlossen.

Das 2010 verabschiedete Gesetz über die nationale Sicherheit räumt dem NISS umfassende Befugnisse zur Festnahme und Inhaftierung mutmaßlich verdächtiger Personen ein; diese können dann bis zu viereinhalb Monate lang ohne gerichtliche Überprüfung festgehalten werden. Angehörige des NISS setzen diese Befugnisse häufig ein, um Personen willkürlich festzunehmen, zu inhaftieren, zu foltern und anderweitig zu misshandeln. Dasselbe Gesetz gewährt NISS-Angehörigen Schutz vor Strafverfolgung für im Zuge ihrer Arbeit begangene Handlungen. Dies hat zu einer fest etablierten Kultur der Straflosigkeit geführt. Am 5. Januar 2015 wurden durch das Parlament einige Verfassungsänderungen verabschiedet, welche die Lage noch verschärft haben.

Die Verfassungsänderungen gestehen dem NISS weitreichende Befugnisse zu, uneingeschränkt in die Bereiche Politik, Wirtschaft und Soziales einzugreifen.

PLEASE WRITE IMMEDIATELY

  • Urging the Sudanese authorities, to either charge Emad Al Sadig Ismael Hamdoun with a recognizable offence or immediately release him.
  • Urging them to ensure that he is not subjected to torture and other ill-treatment while in detention.
  • Calling on them to give him access to lawyers of his own choosing and allow him visits from his family.
Print Friendly, PDF & Email

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